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Stress beim Heiraten

Manchmal liegt das Gute näher als man denkt

Der Stress fing kurz nach dem Antrag an, mit dem mein Schatz um meine Hand angehalten hatte: Ich brauchte ein Brautkleid! Für mich war seit Kindertagen klar dass ich nicht als Sissyverschnitt in einem monströse Brautkleid in einer Dorfkirche enden würden. Da ich um meinen besonderen Geschmack wusste, begann ich schon rund ein halbes Jahr vor dem Termin der kirchlichen Trauung mit der Suche nach dem perfekten Brautkleid.

Von vornherein stand für mich fest, dass dieses auf keinen Fall weiß sein sollte, da ich sehr helle Haut habe und in Weiß einfach krank aussehe. Doch schon im ersten Brautkleidladen, den ich in meinem Leben betrat, begegnete ich dem personifizierten Traum jeder Braut: der Brautmodenverkäuferin. Die Dame ignorierte gekonnt jeden Wunsch, den ich an das perfekte Kleid hatte, und versuchte mir das hässlichste Brautkleid der Stadt aufzuschwatzen, natürlich mit der Versicherung es stehe mir ganz vorzüglich. Ich konnte mich ihrer Bemühungen kaum erwehren und schaffte es grade noch so ohne einen Albtraum in Weiß aus dem Laden. Dies war mir eine Lehre und von nun an nahm ich immer wenn ich die Brautmodengeschäfte in der näheren oder weiteren Umgebung Abgeklapperte abwechselnd die Mama, meine Freundin oder den Schwiegertiger mit. So hatte ich wenigstens jemanden dabei der mir ehrlich die Meinung sagte.

Doch es war wie verhext 3 Wochen vor der Hochzeit war immer noch nicht das richtige Kleid in Sicht und ich geriet in Panik schließlich wollte ich nicht in einem Kartoffelsack heiraten. Die Lösung war aber ganz nah, beim Ausmisten im Keller meiner Großeltern fand ich ihn: den perfekten Traum in Creme. Es war das Hochzeitskleid meiner Großmutter, welches mit nur wenigen Änderungen perfekt passte und in dem ich am schönsten Tag in meinem Leben einfach zauberhaft aussah.

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