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Brautentführung Brautverziehen

Die Brautentführung ist in Deutschland wohl der gängigste und populärste Brauch unter den Hochzeitsbräuchen. Der Ursprung der Brautverziehung stammt aus dem tiefsten Mittelalter. In dieser blutrünstigen Zeit haben sich die Adeligen mehr erlaubt als nur Steuern einzutreiben. Denn die Adeligen pochten auf das Recht der ersten Nacht nach der Trauung. Das bedeutet die Bräute wurden ursprünglich vom Adel entführt und sexuell beansprucht. Die Trauzeugen sollten damals dafür sorgen die Braut mit ihrem Leben gegen die Brautentführung zu schützen. Nun gibt es in der Neuzeit natürlich keinen Adel mehr, der solche Rechte vertritt. Die Trauzeugen haben nun im Zuge der Zeit den Job der Brautentführung übernommen, anstatt diese zu verhindern. Und der ganze Brauch ist eigentlich eine Ironie zum Ursprung der Brautverziehung. Denn zu damaligen Zeiten war die Brautentführung weder Brauch noch mit Spaß für das Brautpaar verbunden. Heute entführen der Trauzeuge oder gute Freunde die Braut und ziehen meistens in eine oder mehrere Kneipen, damit dort der Bräutigam die Braut durch das Zahlen der Zeche auslöst. Natürlich muss der Bräutigam die Braut erst suchen und Ihr hinterher fahren. Immer mehr wird die Brautentführung jedoch so arrangiert, dass sie in denselben Räumlichkeiten stattfindet und dass als Auslöse ein Lied oder ein Gedicht durch den Bräutigam vorgetragen wird.
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